Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

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          Finanzen und Coronakrise

          Coronakrise führt zu massiven Einnahmeverlusten in Kirchen

          EKHN/RahnSparen in der evangelischen KircheSparen in der evangelischen Kirche

          Die Coronakrise zeigt jetzt deutliche Spuren bei den Kirchensteuern in allen evangelischen Landeskirchen und Bistümern. Der Lockdown reißt voraussichtlich auch in der hessen-nassauischen Kirche das größte Finanzloch in der Geschichte in einen laufenden Haushalt.

          Nach einem Bericht des Evangelischen Pressedienstes (epd) vom Samstag rechnen die 20 evangelischen Landeskirchen und 27 katholischen Bistümer Deutschlands in diesem Jahr mit massiven Rückgängen der Kirchensteuer. Hauptgrund sei die sprunghaft gestiegene Kurzarbeit infolge der Coronakrise. Bei Kurzarbeit fällt keine Kirchensteuer an. Nach Recherchen des epd rechnen die Landeskirchen mit bis zu zwanzig Prozent Einnahmeverlusten. 2018 nahm die katholische Kirche rund 6,7 Milliarden Euro und die evangelische Kirche etwa 5,8 Milliarden Euro Kirchensteuer ein.

           

          Mindestens 50 Millionen fehlen in der EKHN

           

          Der Leiter der Kirchenverwaltung und Finanzdezernent der hessen-nassauischen Kirche, Heinz Thomas Striegler, schätze bereits im Juni den Rückgang der Kirchensteuer in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) auf zehn Prozent. Dies würde einem Minus von über 50 Millionen Euro gegenüber dem Planansatz von 530 Millionen Euro entsprechen.

           

          Synode im September mit Nachtragshaushalt

           

          Bereits vor einem Monat hatte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wegen der Einnahmeausfälle infolge der Coronakrise eine Haushaltssperre verhängt. Bis zum Jahresende sollen in nahezu allen Bereichen zehn Prozent der Kosten eingespart werden. Dies könne nicht nur durch die Reduzierung von Sachkosten, sondern beispielsweise auch durch Wiederbesetzungssperren geschehen. Vorerst davon ausgenommen blieben Kirchengemeinden. Finenzchef Striegler hatte Gemeidnen und Dekanate bereits Anfang Juni über die Maßnahmen informiert. Auf einer Sondersynode am 19. September, die in Offenbach stattfinden soll, steht ein Nachtragshaushalt auf der Tagesordnung. Er wird auf alle Bereiche der EKHN Auswirkungen haben. 

           

          Griff in Kirchen-Rücklagen begrenzen

           

          Striegler betonte zugleich, dass mit den jüngsten Maßnahmen der Griff in die Rücklagen möglichst begrenzt werden solle, der ohnehin einen Großteil des erwarteten Defizits auffangen müsse. Striegler: „Diese Rücklagen werden uns beim weiteren Aufbau einer generationengerechten Altersversorgungsabdeckung fehlen.“ Die aktuelle Situation zeige allerdings auch deutlich, „wie wichtig es war, in den zurückliegenden Jahren stets auch auf eine angemessene Bildung von Rücklagen zu achten“.

           

          Herausforderungen gemeinsam bewältigen

           

          Nach Worten Strieglers hat die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus „die Welt vor große und bislang nicht gekannte Herausforderungen“ gestellt. Striegler: „Auch auf die Finanzen der EKHN haben die Folgen der Pandemie massive Auswirkungen, insbesondere im Hinblick auf das erwartete Kirchensteuervolumen. Das stellt alle in der EKHN vor große Aufgaben, die wir nun gemeinsam bewältigen müssen.“ Zugleich hätten Regierungen und Notenbanken „mit bislang nicht vorstellbaren Milliardenbeträgen beherzt und schnell reagiert“, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise abzumildern. Mit Blick auf die globale Situation in der Coronakrise erklärt Striegler: „Man kann es als Privileg betrachten, dass unsere EKHN in einem so sicheren und gut geführten Land beheimatet ist“.

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