Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

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          Evangelischer Dekanatskinderkirchentag lässt Bibel lebendig werden

          Eine Zeitreise von Dienheim nach Jericho

          N.Weisheit-ZenzGemeindepädagogin Margarete Ruppert und Dekanatsjugendreferent Paul Nicolay begrüßen die Teilnehmenden des Dekanatskinderkirchentags in der Dienheimer Kirche mit Musik zum Mitmachen.

          Auf eine spannende Zeitreise ging es beim Kirchentag des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim in Dienheim. Mit Hilfe von Anspielen, Liedern und Ständen zum Mitmachen konnten sich 25 Mädchen und Jungs wie in Jericho vor 2000 Jahren fühlen. Eine biblische Geschichte wurde lebendig.

          M.RuppertDekanatsjugendreferent Volker Heuser auf dem Dekanatskinderkirchentag in seiner Rolle des Zöllners Zachäus

          Von Nicole Weisheit-Zenz

          „Einfach Spitze, dass du da bist“: Fröhlich wurden die jungen „Zeitreisenden“ begrüßt, als sie in der Dienheimer Kirche eintrafen. Einen Samstag lang nutzten Kinder aus Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim den von der Evangelischen Jugend im Dekanat Ingelheim-Oppenheim veranstalteten Dekanatskinderkirchentag, um Neues zu entdecken und biblische Geschichten zu erleben. 25 Mädchen und Jungs waren mit dabei, meist im Grundschulalter. Für die musikalische Einstimmung und Begleitung des gesamten Programms sorgten Margarete Ruppert mit Gitarre und Gesang, Dekanatskantor Norbert Gubelius spielt dazu Piano.

          Mit zehn (Schoko-)Talern durch eine geheimnisvoll blinkende Zeitschleuse

          Klatschend, stampfend, hüpfend und tanzend stimmten sich die Kinder in der Kirche auf das, was nun kommen sollte, ein und schauten dann gespannt, wer sie da im weißen Gewand begrüßte. War das Jesus? Nein, aber doch jemand, der wie Jesus vor gut 2000 Jahren gelebt hat: der Bürgermeister von Jericho. Ein Raunen ging durch die Reihen der Kinder, als der Mann von „seiner“ Stadt Jericho im Morgenland schwärmte. Und nun begann für die Kinder die Zeitreise. Für ein paar Stunden sollten sie im alten Jericho unterwegs sein. Weiße Shirts und Kordeln als Gürtel sorgten für das passende „Outfit“. Zusätzlich wurden sie mit einem Liederheft und zehn (Schoko-)Goldtalern ausgestattet. Der Weg nach draußen, durch die Kirchentür, ging durch eine geheimnisvoll blinkende Zeitschleuse. 

          Fünf Taler für den dreisten Zöllner Zachäus

          Plötzlich hieß es: „Halt! Zoll!“ Kaum gestartet, musste die Gruppe stoppen. Ein Durchkommen durch die Zollsperre war nur gegen Bezahlung mit den gerade erhaltenen Goldtalern möglich. „Wie unfair!“, empörten sich manche über den dreisten Zöllner Zachäus, einer Gestalt aus der Bibel, der hier ganz real jedem Kind fünf Taler abknöpfte. „Du hast uns so viel Geld abgenommen!“, klagte ein Mädchen. Doch die Antwort war nur ein höhnisches Lachen des „Zöllners“, der im wahren Leben Volker Heuser heißt, sehr freundlich und Jugendreferent im Evangelischen Dekanat Ingelheim-Oppenheim ist.

          "Wir möchten die Bibel erlebbar machen"

          Volker Heuser, dem es offensichtlich viel Spaß machte, seine Leidenschaft für‘s Theaterspielen als Zachäus auszuleben, gehörte zusammen mit seinen Kollegen, den Dekanatsjugendreferenten Paul Nicolay und Wilfried Rumpf sowie weiteren Helferinnen und Helfern zum Organisationsteam des Dekanatskinderkirchentags. Dem gesamten Team merkte man deutlich die Freude darüber an, dass endlich wieder Angebote wie dieses möglich sind und auch das Wetter mitspielte. Schließlich ist das Ziel eines jeden Dekanatskinderkirchentages eine kinderfreundlichere Kirche, die den Mädchen und Jungs mit einem spannenden Programm einen rundum schönen Tag bietet. „Wir möchten die Bibel erlebbar machen“, erklärte Wilfried Rumpf. Und Paul Nicolay ergänzte: „Die Kinder sollen in die biblischen Geschichten hineingeholt werden, denn was man erlebt, das prägt sich besser ein.“

          Man hörte den Blindenstock über die Straße streichen

          Doch zurück zu der biblischen Zeitreise der Kinder, die nach der Zahlung des Zolls weitergehen konnte. Es ging zum Dienheimer Gemeindehaus. Hier angekommen, zog erneut jemand die Neugier der jungen Zeitreisenden auf sich: der blinde Bettler Bartimäus – auch eine Gestalt aus der Bibel. Florian Best war in diese Rolle geschlüpft. Man hörte den Blindenstock über die Straße streichen und den jungen Mann um eine kleine Gabe bitten. Ihm spendeten die Kinder freiwillig etwas – und zwar sehr großzügig. „Ich habe nichts mehr übrig“, stellte ein Mädchen traurig fest. „Habt Dank, Gott wird es euch vergelten“, antwortete Bartimäus trotzdem, und bald darauf durfte er auch als Gast in der Runde der Kinder im Gemeindehaus sitzen. Dabei erzählte er, wie gern er arbeiten und dazugehören würde. Eines Tages nicht mehr in der Gesellschaft ausgeschlossen zu sein – das sei seine große Hoffnung. Der Zöllner Zachäus aber, der mit ins Gemeindehaus gekommen war, sah dies ganz anders: „Ich brauche keine Freunde, ich brauche Geld“, erklärte er mit seiner kraftvollen Stimme. Hart gegen andere und gegen sich selbst sein, behauptete er, dass sei sein Erfolgsrezept.

          Auf zum Markt der Mitmach-Angebote

          Nach diesem Anspiel und noch mehr Musik setzte sich der Kinderkirchentag dann für die Kinder auf dem Außengelände des Dienheimer Gemeindehauses mit einem Markt der Mitmach-Angebote fort. Stempel konnten an einem Stand hergestellt werden, an einem anderen wurde dann gedruckt. Säckchen wurden gefertigt für römische Mühlespiele – praktisch für unterwegs. Nebenan lockten die Verkleidungskiste und das Musizieren mit Hohlklangstäben. Nach einer gemeinsamen Stärkung ging es auch am Nachmittag kreativ und phantasievoll zu. Und zum Schluss bekamen die Kinder auch ihre Goldtaler von dem seine Hartherzigkeit bereuenden Zachäus wieder.

          Kinderkirchentage als Chance auch die jüngsten Kirchenmitglieder zu erreichen

          Kinderkirchentage haben im Evangelischen Dekanat Ingelheim-Oppenheim Tradition. Angebote wie diese, sind eine Chance, auch die jüngsten Kirchenmitglieder zu erreichen.  Die Evangelische Jugend im Dekanat Ingelheim-Oppenheim bietet auch einzelnen Gemeinden des Dekanats ihre Erfahrungen und vorbereiteten Materialien für einen Kinderkirchentag wie diesen an. Konzept, Anspiele, Liederhefte oder Kreativangebote stehen zur Verfügung und können genutzt werden.

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