Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

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          Die Ehrenamtsakademie setzte mit Blick auf die KV-Wahl erfolgreich auf digitale Formate

          „Hilf- und geistreich, tolle Kombi, tolles Team“

          „Wir haben vor jedem Meilenstein auf dem Weg zur Kirchenvorstandswahl gedacht, jetzt wird’s ruhiger. Und die Realität war: dann kam wieder etwas anderes.“ Wenn Dr. Steffen Bauer, der Leiter der EKHN-Ehrenamtsakademie, von seinen Erfahrungen bei der Vorbereitung der Kirchenvorstandswahlen berichtet, wird es interessant.

          H.WiegersDas Team der Ehrenamtsakademie, Dr. Steffen Bauer und Ina Wittmeier (o.l.), im Gespräch mit der Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Dekanat Ingelheim-Oppenheim, Hilke Wiegers

          „Wir haben vor jedem Meilenstein auf dem Weg zur Kirchenvorstandswahl gedacht, jetzt wird’s ruhiger. Und die Realität war: dann kam wieder etwas anderes.“ Wenn Dr. Steffen Bauer, der Leiter der EKHN-Ehrenamtsakademie, von seinen Erfahrungen bei der Vorbereitung der Kirchenvorstandswahlen berichtet, wird es interessant. Zusammen mit seiner Kollegin Ina Wittmeier, Referentin der Ehrenamtsakademie, war er bis zur Wahl am 13. Juni 2021 – und sogar noch einige Tage danach – fast rund um die Uhr im Einsatz. Galt es doch die zahlreichen Anfragen Ehren- und Hauptamtlicher zum Procedere der Kirchenvorstandswahlen in den beiden großen Facebook-Gruppen, die von der Ehrenamtsakademie seit 2013 betreut werden, zeitnah und kompetent zu beantworten. Den großen Einsatz der beiden Fachleute in Sachen Unterstützung ehrenamtlicher Führungskräfte der EKHN würdigte jüngst der Propst Oliver Albrecht (Propstei Rhein-Main) ebenso knapp wie treffend mit den Worten: „Hilf- und geistreich, tolle Kombi, tolles Team“. 

          Facebook-Videos 11 000 Mal aufgerufen

          Für das, was die Ehrenamtsakademie zusammen mit zahlreichen Fachleuten, aber vor allem mit der Juristin in der Kirchenverwaltung, Petra Zander, und den regionalen Ehrenamtsbeauftragten in den Dekanaten in den letzten Monaten geleistet hat, dafür sprechen allein schon die Zahlen. Die beiden 2013 begründeten Facebook-Gruppen der Akademie haben zusammen mehr als 1000 Mitglieder. Allein die elf Videos, die sich auf dem Youtube-Kanal mit dem Thema „Kirchenvorstandswahl“ beschäftigen, wurden 11 000 Mal aufgerufen (zum Vergleich: EKHN-weit gibt es rund 10 000 Ehrenamtliche in leitender Funktion). Dazu veranstalteten der promovierte Theologe Steffen Bauer und die Fachfrau in Sachen Netzwerken und Ausbildungsmanagement, Ina Wittmeier, 73 Veranstaltungen zur KV-Wahl. Darunter waren etliche Online-Sprechstunden und -seminare, zu denen die Akademie immerhin 1600 Teilnehmende begrüßen konnte.

          Das eigentliche Highlight ist die Vernetzung der Ehrenamtlichen

          Und in den beiden Facebook-Gruppen, „Kirchenvorstand EKHN“ und „Kirchenvorstandswahl 2021 EKHN“ galt es seit dem 1.1.2021, 650 Beiträge, 1800 Kommentare und 5000 Reaktionen im Auge zu behalten. Das hört sich nach Stress an, war es vielleicht manchmal auch, aber wer sich mit Steffen Bauer und Ina Wittmeier über ihre Arbeit unterhält, merkt bald mit wie viel Herzblut und Freude sie dabei sind. „Und das ist ja nur die eine Seite“, erläutert Steffen Bauer die gemeinsame hohe Motivation, „dass wir Menschen und auch Gemeinden über unsere Facebook-Gruppe schnell und direkt helfen können. Das eigentliche Highlight für uns ist, wenn die Mitglieder unserer Facebook-Gruppe miteinander in Kontakt treten. Wenn jemand fragt, wie macht ihr das denn und dann kommen von anderen Gemeinden Anregungen und Tipps Das ist dann Social Media in Reinkultur. Denn wir wollen die Facebook-Gruppe ja nicht als Frage- und Antwort-Spiel zwischen uns und „denen da draußen“ verstanden wissen, sondern wir möchten, dass wir uns gegenseitig helfen, uns anregen, Tipps geben – das ist für uns das Schönste.“

          Online über weite Distanzen Ideen ausgetauscht

          Von einem besonders schönen Beispiel für diese gut funktionierende Kooperation kann Ina Wittmeier berichten: als es am Freitag vor der Wahl darum ging, dass von den Gemeindesekretärinnen eine Änderungsliste aus KirA, dem digitalen Meldewesen-Portal der EKHN, ausgelesen werden musste, kam die besorgte Anfrage einer Fachkraft, die noch nicht lange im Amt war, wie dies denn genau vor sich gehen sollte. Prompt bot ihre eine Kollegin in der FB-Gruppe ihre Hilfe an: „Am Freitagmorgen können sie mich kontaktieren und wir machen das zusammen.“ „Ohne die Facebook-Gruppe“, so Ina Wittmeier, „hätte niemand es mitbekommen, dass hier jemand Hilfe brauchte.“ Ebenso wie die Facebook-Gruppe zur KV-Wahl haben sich auch die von der Ehrenamtsakademie angebotenen Online-Sprechstunden bewährt. „Da haben sich Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen der EKHN zusammengeschaltet“, berichtet Steffen Bauer, „Und sie haben unterschiedliche Perspektiven reingebracht. Das gibt es sonst selten, denn man will ja doch nicht so weit fahren, aber online ist das alles möglich und das empfinde ich als echte Bereicherung.“ „Viele Teilnehmer der Online-Sprechstunde“, erinnert sich Ina Wittmeier, „wollten zunächst nur dabei sein und zuhören und brachten dann doch viele neue Fragen und Aspekte in die Diskussion ein.“

          Informationen hierarchiefrei und unkompliziert verfügbar machen

          Was beiden Fortbildungs- und Netzwerkfachleuten am Herzen liegt, fasst Ina Wittmeier in folgende Worte zusammen: „Was uns bei unserer digitalen Arbeit besonders gefällt, ist diese andere Haltung, die das Internet möglich macht: Wir arbeiten hierarchiefrei. Alle kriegen die Informationen direkt. Es gibt nicht diesen Flaschenhals Pfarrbüro. Die Informationen gehen nicht nur an gewisse Leute und dann entscheiden die, wer die Information noch bekommen soll, sondern alle können sich alles jederzeit aus dem Internet holen – zum Beispiel über unseren Youtube-Kanal.“ Ehrenamtlichen, den Gemeinden, aber auch den Hauptamtlichen die Arbeit leichter zu machen, das ist das erklärte Ziel von Ina Wittmeier und Steffen Bauer und da gehört es auch dazu, dass sie sich Gedanken zur Gemeindeorganisation der Zukunft machen: „Eine Vision wäre zu sagen, dass es so etwas wie eine Gemeindeassistenz oder Geschäftsführung für den Kirchenvorstand geben könnte, die diesem die Verwaltungsarbeit abnimmt. Man kann sich solche Dinge ja einmal vorstellen. Bei der GüT hat es ja auch funktioniert.“ Und Steffen Bauer, der lange Jahre auch als Gemeindepfarrer gearbeitet hat, ergänzt diese Ideen: „Es sind auch die Hauptamtlichen, die sagen, ich bin für solche Sachen nicht ausgebildet und will dies auch nicht in diesem Umfang tun. Zukünftig wird auch die Belastung von außen wachsen, wie z. B. ein wachsender Verwaltungsaufwand durch die Gesetzgebung. Und von daher steigt auch der Handlungsdruck, sich zu überlegen, ob die Verwaltungsstruktur der Kirche so zukunftsfähig ist.“

          Geplant: ein Kirchenvorstands-Starterpaket und Online-Diskussionsveranstaltungen

          Doch zunächst planen die beiden erst einmal eine Unterstützung der jetzt neu gewählten Kirchenvorsteher:innen. Im August bringt die Ehrenamtsakademie zwei Videos über den Aufbau und die Struktur der EKHN sowie über die Aufgaben des Kirchenvorstandes heraus. Außerdem bereiten sie ein Kirchenvorstands-Starterpaket vor, das von den Gemeinden über das Medienhaus bestellt werden kann. Wissensdurstigen Kirchenvorsteher:innen legen die beiden natürlich einen Beitritt in die Kirchenvorstands-Facebook-Gruppen (Link: ekhn.link/n5HQA) und den Besuch des Youtube-Kanals der Ehrenamtsakademie (Link: ekhn.link/2FPcR) nahe und außerdem die Seite „Kirchenvorstandsarbeit von A bis Z“ auf unsere.ekhn.de (Link: ekhn.link/Hf9JM) ans Herz. Dazu sind am 6. Und 15. Juli 2021 (jeweils von 18:00–20:00 Uhr) zwei große digitale Veranstaltungen zum Thema „Zukunftsprozess ekhn2030“ geplant, bei der sowohl der Kirchenpräsident Dr. Volker Jung als auch weitere Vertreter der Kirchenleitung informieren und auch zu Fragen Stellung nehmen werden.

           

           

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