Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

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          Synodentagung

          „Neue Perspektiven und ein erweiterter Horizont“

          B. LeoneFeierlicher Gottesdienst zur Einführung von Pfarrer Olliver Zobel in das Dekaneamt

          Spitze des Dekanates Ingelheim-Oppenheim ist jetzt komplett: Neben der feierlichen Einführung von Pfarrer Olliver Zobel in das Amt als Dekan stand ein kleiner Wahlmarathon auf der Tagesordnung

          H. WiegersDer jetzt komplette Dekanatssynodalvorstand des Evangelischen Dekanates Ingelheim-Oppenheim: (v.l.) Pfarrer Thomas Schwöbel, Pfarrer Harald Esders-Winterberg, Dietrich Mannes, Präses Helmar Richter, Dekan Olliver Zobel, stellvertretender Präses Hans-Peter Rosenkranz, Christine Peter, Pfarrerin Manuela Rimbach-Sator, Helmut Lohkamp, Beate Sieg, stellvertretende Dekanin Anne Waßmann-Böhm.

          Ein wichtiger Tag in der Geschichte des frisch fusionierten Evangelischen Dekanates Ingelheim-Oppenheim: „Ein Schritt“, wie es der Propst von Rheinhessen und das Nassauer Land, Dr. Klaus-Volker Schütz zu Beginn des feierlichen Gottesdienstes formulierte, „mit dem das neu fusionierte Dekanat Ingelheim-Oppenheim wieder ein Stückchen mehr in Schwung kommt. Einen Bogen, der Beauftragung und Aufbruch umfasst, neue Perspektiven und einen erweiterten Horizont.“ Der Propst meinte damit die Einführung des neu gewählten Dekans für das Evangelische Dekanat Ingelheim-Oppenheim, Pfarrer Olliver Zobel, in sein Amt mit einem Festgottesdienst. Von weit her waren die Gottesdienstbesucher z. T. nach Ober-Saulheim angereist, um bei der feierlichen Amtseinführung von Dekan Zobel anwesend zu sein.

          Das Ziel: ein buntleuchtendes Ganzes

          Gleichzeitig waren auch schon viele Synodale des Dekanates anwesend, denn im Anschluss an den Gottesdienst sollte nicht nur ein kleiner Empfang sondern auch die Tagung der Synode des Dekanates Ingelheim-Oppenheim stattfinden. Auf dem Programm standen u. a. wichtige Wahlen zur Komplettierung des Dekanatssynodalvorstandes sowie die Besetzung zahlreicher Ausschüsse. Aus diesem Grunde war in der Ober-Saulheimer Kirche kaum noch ein Platz in den Kirchenbänken frei, als Dekan Zobel in seiner Predigt den Blick in die Zukunft des Dekanates richtete: „Lassen Sie uns zu einem buntleuchtenden Ganzen zusammenwachsen – im Dekanat, in den Gemeinden, in der Landeskirche, in der Ökumene, aber eben auch in unserem Land.“

          Gedenken an die Opfer von Christchurch


          Zobel beschrieb seinen Zuhörern, unter denen sich viele Vertreter der Kommune, darunter auch die Landrätin für den Landkreis Mainz-Bingen, Dorothea Schäfer, zahlreiche Dekane und Präsides aus den benachbarten Evangelischen Dekanaten sowie der Dekan des Katholischen Dekanates Mainz-Süd, Hubert Hilsbos, befanden, die vielfältigen Probleme, vor der sich derzeit die Gesellschaft gestellt sieht: „Mir stehen manche Risse in unserer Gesellschaft vor Augen, der Riss zwischen den Generationen, der Riss zwischen Arm und Reich, zwischen verschiedenen Kulturen, Deutschen und Flüchtlingen.“ Sein Ziel und sein Wunsch sei es daher, „dass wir als Dekanat dabei mithelfen, diese Risse zu schließen, dass wir uns als Kirche mit den Kommunen den Herausforderungen stellen, wir gemeinsam der Stadt Bestes suchen. Wir alle sind schließlich ein Teil der guten Schöpfung Gottes.“ Zum Abschluss gewann der Gottesdienst noch einen sehr aktuellen Bezug, Pfarrer Thomas Schwöbel gedachte in einer Fürbitte der Opfer und Angehörigen des Terroranschlages im neuseeländischen Christchurch: „Für die, die ihr Leben verloren haben, bitten wir dich, Gott, nimm sie auf bei dir. Denen, die trauern, schenke Trost und deine Begleitung.“

          Pfarrerin Waßmann-Böhm stellvertretende Dekanin

          Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein kleiner Empfang mit einigen Ansprachen statt, dann begann für die Synodalen im Ober-Saulheimer Martin-Luther-Haus die 2. Tagung der 1. Synode. Eine der wichtigsten Entscheidungen war die Wahl der Stellvertreterin von Dekan Olliver Zobel. Als einzige Kandidatin stellte sich die Pfarrerin der Ingelheimer Saalkirchengemeinde, Anne Waßmann-Böhm, den Synodalen vor. Ihr großes Plus: sie hat nicht nur langjährige Erfahrungen im früheren Dekanat Ingelheim gesammelt, sondern auch zehn Jahre im Oppenheimer Dekanat, in der Gemeinde Selzen-Hahnheim-Köngernheim, als Pfarrerin gewirkt.

          Kooperationen als Mehrwert für die Gemeinden

          Pfarrerin Waßmann-Böhm hob in ihrer Vorstellung vor den Synodalen ein Thema hervor, für das ihr Herz aus der Erfahrung im Mittelzentrum Ingelheim besonders schlägt: die Kooperation von Gemeinden. „Für mich steht das Wort Kooperation aber nicht für eine Zwangsgemeinschaft, die aus der Not heraus gegründet wird, um irgendwelche Lücken notdürftig zu stopfen und das was es gibt, irgendwie aufrecht zu erhalten. Es geht für mich bei Kooperationen um den Mehrwert des Ertrags, ohne dass wir noch mehr Arbeit dabei haben.“ In Ingelheim hätten die evangelischen Gemeinden z. B. mit der Kooperation gerade in der Konfirmandenarbeit sehr gute Erfahrungen gemacht. Man habe durch die Kooperation viel mehr anbieten können, als es die einzelnen Kirchengemeinden hätten tun können. „Die Leuchttürme meiner Arbeit in den vergangenen Jahren waren allesamt Kooperationsprojekte. Für Kooperation möchte ich mich deshalb gerne einsetzen – zwischen den Gemeinden, auf dem Gebiet der Ökumene und mit den Kommunen.“ Offensichtlich kam die junge Theologin mit ihrer Vorstellung bei den Synodalen gut an, denn sie wurde mit großer Mehrheit von der Synode in das Amt der stellvertretenden Dekanin gewählt. Am 1. Juli 2019 wird sie ihr neues, eine halbe Stelle umfassende Amt antreten.

          DSV komplett – Ausschüsse besetzt

          Damit waren die Wahlen für diesen Abend aber noch längst nicht beendet. Ein Sitz im Dekanatssynodalvorstand (DSV) konnte bei der vergangenen Synode im Januar nicht besetzt werden, daher hieß es für die Synodalen, erneut zu wählen. Dietrich Mannes aus der Ingelheimer Saalkirchengemeinde wurde mit großer Mehrheit gewählt. Nun musste noch aus dem komplett aufgestellten DSV heraus ein stellvertretender Präses bestimmt werden: 64 von 71 Synodale entschieden sich für den vom DSV vorgeschlagenen Hans-Peter Rosenkranz. Mit Walter Pharo besetzte die Synode im Anschluss in offener Wahl die Position des stellvertretenden Synodalen für die 12. EKHN-Kirchensynode. Außerdem wurde Dekan Olliver Zobel zum Vertreter des Dekanats in der Verbandsvertretung des Regionalverwaltungsverbandes bestimmt. Pfarrerin Tanja Brinkhaus-Bauer aus Bingen-Büdesheim wurde zur neuen Dekanatsjugendpfarrerin gewählt. Dazu mussten zahlreiche Ausschüsse z. B. zu Diakonie und Seelsorge, zu Asyl- und Flüchtlingsarbeit und für die Religionspädagogik gewählt werden.

          Pfarrstellenbemessung als Thema der Sommersynode

          Schließlich gab Präses Helmar Richter noch unter dem Punkt „Dekanat aktuell“ der Tagesordnung bekannt, dass der Synode im Sommer ein erstes Konzept zum Thema „Pfarrstellenbemessung“ vorgelegt und eine Abstimmung dazu im Herbst stattfinden werde. Hauptthema der Sommersynode werde die Verabschiedung des Haushaltes sein. Außerdem stellte der Dekan Zobel den Synodalen in Aussicht, dass viele der im Moment im Dekanat vakanten Pfarrstellen voraussichtlich bis zum Sommer besetzt werden könnten. Schließlich stimmte die Synode fast einstimmig (bei einer Enthaltung) dem ihr vorgelegten Antrag an die Landessynode der EKHN zu: Durch die Umstellung der Gemeindehaushalte von Kameralistik auf die kaufmännische Rechnungslegung der DOPPIK sehen sich viele Gemeinden vor dem Problem, aus ihrem eigenen Haushalt Rückstellungen für den Erhalt der gemeindeeigenen Kita-Gebäude machen zu müssen. Für viele kleine Gemeinden ist dies aber kaum zu leisten. Daher beantragte die Dekanatssynode nun bei der Landessynode, die Substanzerhaltungsrücklagen für Kitas aus den Haushalten der Kindertagesstätten selbst zu entnehmen. Auch der vom DSV vorgeschlagene Antrag an die Landessynode, die Kosten für die dienstliche Nutzung mobiler Endgeräte durch die Landeskirche zu übernehmen, stimmte man mit einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen zu. Um 22.00 Uhr konnte Präses Helmar Richter schließlich den kleinen „Synodenmarathon“ mit der Präsentation der neuen Gemeindebroschüre des Dekanates Ingelheim-Oppenheim schließen.

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