Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

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          Magda Grube erhält EKHN-Ehrenurkunde für Engagement in der Burgkirchengemeinde

          Verlässlich, engagiert und bescheiden

          H.WiegersMagda Grube vor dem Eingang zum Burgkirchengelände.

          Das zweite Zuhause der gebürtigen Ober-Ingelheimerin, das ist das Gemeindehaus, das Gemeindebüro und natürlich die prachtvolle Kirche der evangelischen Burgkirchengemeinde in Ingelheim. Seit vielen Jahren engagiert sich Magda Grube hier ehrenamtlich.

          H.WiegersMagda Grube genießt die besondere Atmosphäre in "ihrer" Burgkirche.

          Dass ihr am Pfingstmontag vom Dekan des Dekanates Ingelheim-Oppenheim, Pfarrer Olliver Zobel, in einem festlichen Gottesdienst in der Ingelheimer Burgkirche die Ehrenurkunde der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement verliehen wurde, das ist Magda Grube fast unangenehm. „Ich habe doch gar nicht viel gemacht“, erklärt die freundliche 80-Jährige ganz bescheiden. Wie viel Zeit sie wohl schon in Sachen Ehrenamt in „ihrer“ evangelischen Burgkirchengemeinde in Ingelheim verbracht hat? Magda Grube weiß es nicht. „Ich weiß nur“, erklärt sie verschmitzt, „dass meine Kinder immer sagen: Wir brauchen dich nicht zu suchen, wir wissen, wo du bist“.

          Ihr zweites Zuhause ist ihre Gemeinde

          Denn das zweite Zuhause der gebürtigen Ober-Ingelheimerin, das ist das Gemeindehaus, das Gemeindebüro und natürlich die prachtvolle Burgkirche, deren besondere Atmosphäre sie so sehr liebt. Und während sie beim Gottesdienst meist in den vorderen Reihen anzutreffen ist, genießt sie auch gerne mal eine ruhige Auszeit alleine im hinteren Teil des Kirchenraums.

          „Hier in der Kirche“, davon ist sie überzeugt, „kann ich alles los werden, ohne dass mir das jemand übelnimmt.“ Gerne übernimmt Magda Grube auch tagsüber, wenn die Burgkirche als „offene Kirche“ für den Publikumsverkehr geöffnet ist, die Aufsicht und freut sich, wenn sie unter den Besuchern bekannte Gesichter sieht. Denn als Erzieherin, die mehr als 30 Jahre in der anfangs noch evangelischen Kindertagesstätte „An der Burgkirche“ gearbeitet hat, ist sie, wie man so schön sagt, insbesondere in Ober-Ingelheim bekannt wie ein „bunter Hund“ und freut sich besonders, wenn „ihre“ ehemaligen Kindergarten-Kinder, oft mittlerweile selbst Eltern von Kindergarten-Kindern, die Burgkirche besuchen.

          „Ein Gemütsmensch, der für alle da ist“

          Als Magda Grube vor rund 20 Jahren in Rente ging, konnte sie sich nicht vorstellen, immer nur zu Hause zu sitzen und so engagierte sie sich ab 2003 für zwölf Jahre im Kirchenvorstand. Rief zusammen mit einem Team den Kindergottesdienst wieder ins Leben, unterstützte Pfarrerin Angelika Beck beim Konfirmandenunterricht, hilft heute noch im Gemeindebüro und bei den Küsterdiensten als Urlaubsvertretung aus und übernimmt organisatorische Aufgaben bei den zahlreichen Veranstaltungen in der Burgkirchengemeinde, wie z. B. für den sehr gut besuchten monatlichen Seniorenkaffee. Zusammen mit der Gemeindesekretärin organisiert sie außerdem während des traditionellen Weihnachtsmarktes um die Burgkirche ein Adventscafé im Gemeindehaus. Auch bei der Vorbereitung von besonderen Gottesdiensten wie dem Feierabendmahl, der Osternacht oder bunten Familiengottesdiensten bringt Magda Grube ihre kreativen Ideen mit ein und sorgt tatkräftig für die Umsetzung.

          Kein Wunder, dass Pfarrerin Beck schwärmt: „Frau Grube ist immer ansprechbar – ein Gemütsmensch, der für alle da ist. Und auch von allen – ob jung oder alt – gleichermaßen geliebt wird.“ Weil sie als gebürtige Ober-Ingelheimerin viele Menschen in der Gemeinde kennt, lag es nahe, dass sie sich auch beim Besuchsdienstkreis der Gemeinde engagiert. Verlässlich behält sie alle über 80-jährigen „Geburtstagskinder“ im Blick, sodass niemand vergessen wird. Selbst übernimmt sie auch gerne Besuche: Pünktlich um 10:30 Uhr am Vormittag. So manches Mal hört sie dann: „Ah, die Frau Grube kommt – es ist also halb elf“ und freut sich darüber.

          Das Blaue vom Himmel der Burgkirche

          Besonders gern aber bastelt sie für die und mit der Gemeinde. Unvergessen bleiben die zahllosen, thematisch passenden Give-Aways für Gemeindefeste, Kirchennächte und besonderen Gottesdienste – natürlich alles selbstgebastelt Marke „Grube“. Selbst bei den Wochenendaktionen rund um die Burgkirche während der gottesdienstlosen Corona-Wochen. „Das hat für mich etwas Entspannendes und das mache ich dann auch manchmal bis spät in die Nacht“, erklärt sie ihren außergewöhnlichen Einsatz. So wie z. B. im Jahr 2005, als sich bei der Renovierung des Chors der Burgkirche unter der abblätternden weißen Bemalung die blauen Überreste der Ausmalung des Gewölbes aus dem 19. Jahrhundert ablösten. Um die darunter zum Vorschein kommende mittelalterliche Bemalung wiederherzustellen, mussten auch diese himmelblauen Farbbahnen abgenommen werden. Die waren zu schade zum Wegwerfen, und so fertigte Magda Grube in wochenlanger geduldiger Heimarbeit kleine Passepartouts an, klebte die Farbstreifen auf eine Klappkarte und fertig waren 2000 (!) dekorative Andenken an die aufwändige Kirchenrenovierung („Ein Stück Himmel aus der Burgkirche“), die der Gemeinde ganz nebenbei auch noch einen finanziellen Zuschuss einbrachte.

          Ehrenamtlich unterwegs für ganz Ingelheim

          Magda Grube engagiert sich aber auch über die Gemeindegrenzen der Burgkirche hinaus, u. a. hilft sie bei der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes, ist im Ingelheimer Arbeitskreis Altenhilfe und im Ingelheimer Seniorenbeirat als Vertreterin für die evangelischen Kirchengemeinden. Auch ist sie wichtige Kontaktperson zum Diakonischen Werk und dem i-Punkt, sowie zum Altenzentrum Im Sohl. Langeweile kann da – auch angesichts ihrer großen Familie, neben ihren vier Kindern hat sie mittlerweile auch sechs Enkelkinder – nicht aufkommen.

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