Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

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          Grußworte - Advent und Weihnachten 2023

          "Trotzdem feiern..."

          Liebe Schwestern und Brüder,

          ein Bild, das die Geburt Christi inmitten von Trümmern zeigt, hat uns tief bewegt. Mitten in der Zerstörung und Trauer ist auch Hoffnung und Freude - beides dicht beieinander und doch in großer Spannung. Wir spüren diese Spannung gerade in der diesjährigen Adventszeit: Alles ist wieder stimmungsvoll geschmückt, Weihnachtsmärkte locken mit Glühwein und Leckereien, doch da sind auch die Nachrichten von Kriegen und Krisen, vom Klimawandel, der Schuldenbremse und dem Flüchtlingsstrom. Diese Spannung ist kaum erträglich, wie kann ich da noch feiern?

          Richten wir den Blick 2000 Jahre zurück. Wie sah es damals im Heiligen Land aus? Besatzungszone, reiche Herrscher und geldgierige Zöllner - die Menschen wurden ausgebeutet, ja teilweise versklavt. Radikale religiöse Gruppen verübten Anschläge, die stets schlimme Folgen für die Zivilbevölkerung hatten. Aber auch große Wallfahrtsfeste prägten die Stadt, prachtvolle Bauten und üppige Märkte.

          Genau in diese Zeit und an diesen Ort mit all den Widersprüchen und Spannungen wird Gottes Sohn geboren – was für ein Zeichen der Hoffnung und Solidarität Gottes mit den Menschen in dieser gebrochenen Welt. Gott ruft mir durch diese Geburt zu: „ICH lade Euch ein, trotz allem, das Leben in diesem Kind zu feiern. Denn so darf und wird das Leben nicht weitergehen. ICH will mich mit Euch auf den Weg machen, um für Frieden und Gerechtigkeit einzustehen.“

          Ein Blick zurück zeigt, dass sich die Zeiten keineswegs Jahr für Jahr gebessert haben. Mal ging es friedlicher, dann wieder kriegerischer zu – Spannungen waren immer da. Was aber blieb und bleibt, war und ist die Solidarität Gottes und die Hoffnung, dass dieses Auf und Ab irgendwann einmal in Gottes neuer Welt ein Ende haben wird – in einer Welt des Friedens und der Gerechtigkeit.

          Für uns bleibt bis dahin aber noch einiges zu tun: uns immer wieder – soweit es in unserer Macht steht – im Namen Gottes der Gewalt und der Ungerechtigkeit entgegenzustellen. Wir wollen die Hoffnung nicht aufgeben, dass uns dies an einigen Stellen gelingen wird. Gerade deshalb möchten wir uns bei Ihnen für all die Solidarität und Unterstützung, für Ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit bedanken. Lassen Sie uns aber auch in diesem Jahr an Weihnachten inmitten dieser gebrochenen Welt trotzdem im Kind von Bethlehem, dem Sohn Gottes, das Leben feiern. Lassen Sie uns gemeinsam wieder neu entdecken, welche Hoffnung und welche Solidarität uns Gott mit ihm schenkt.

          Wir wünschen Ihnen ein hoffnungsvolles Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr!

          Helmut Lohkamp (DSV-Vorsitzender) und Olliver Zobel (Dekan)
          Nieder-Olm, im Advent 2023

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