Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

Angebote und Themen

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          #MonatsImpuls Juni 2022

          H. LotzPfarrer Hartmut Lotz begleitet die Freiluftgottesdienste am Friedenskreuz auch gerne auf der Gitarre.

          "Und sie kommen von Westen und Osten, von Norden und von Süden..."

          Die ersten sind meistens die Kirchenvorstände, um alles vorzubereiten. Dann treffen die ersten Autos ein, suchen Parkplätze am Wegrand. Zwischendurch kommen die Wanderer aus Bubenheim und Engelstadt, die schon eine knappe Stunde unterwegs waren. Von Süden her treffen nach und nach auch die Menschen aus Jugenheim und Partenheim ein. Bänke sind aufgestellt, bei schönem Wetter schützen Sonnenschirme die Menschen. Tische werden hinzugepackt, auf denen sich Weck, Worscht und Wein tummeln.

          Ein kleiner Altar entsteht am Wegrand, ein Kreuz, ein paar Blumen, sehr häufig Taufgeschirr und Taufkerzen. Um halb elf sind dann alle da. Haben ihren Platz gefunden und schauen … zum Friedenskreuz. Mitte der 90er Jahre ist es entstanden auf Anregung von einem Jugenheimer Bürger und aufgestellt wurde es von einem Jugenheimer Unternehmen mit Engelstadter Wurzeln. Damit begann auch die Zeit, in der wir dort am Friedenskreuz auf dem Bleichkopf regelmäßig am ersten Sonntag im Juni und am dritten Sonntag im September anfingen, Gottesdienste zu feiern.

          Die Menschen kamen aus den Dörfern rund um den Bleichkopf und tun es bis heute gerne. Bei schönem Wetter sind es oft mehr als hundert Gäste, die wir im Gottesdienst empfangen können. Meistens kommen auch Tauffamilien auf uns zu, um dort ihre Kinder taufen zu lassen und selbst eine Trauung konnte ich dort bei schönstem Wetter durchführen. Immer wieder machen Wanderer dort Halt und verweilen unter dem Friedenskreuz, das seit nunmehr über 25 Jahren die Menschen aus dem unteren Selztal an den Frieden gemahnt.

          Und sie kommen zusammen aus Westen und Osten, von Norden und Süden. Weil dieser Ort, so nah er auch an unseren Dörfern ist, doch den Blick in die Ferne schweifen lässt und das Nahe dem Blick etwas entrückt. Als könnte man innerlich etwas zurücktreten und sich an der Weite unserer rheinhessischen Kulturlandschaft erfreuen. Und wie schön ist es im Herbst, hinter sich die Weinstöcke mit den reifen Trauben, und man kann immer wieder auch etwas genießen. Es ist tatsächlich mit den Jahren ein Ort des Friedens geworden mit dem Kreuz, das in den Himmel ragt und Menschen zusammenführt zu Andacht und Meditation, aber auch zum Essen und Trinken am großen Tisch des Herrn.

          Im Kleinen erlebe ich hier, was ich mir für das Große unserer Welt wünsche: den Frieden, der die Menschen zusammenbringt aus den verschiedenen Himmelsrichtungen und der aus Nachbarn Freunde werden lässt. Auch wenn wir in diesem Jahr an Pfingsten nicht am Friedenskreuz sein konnten, im Herbst jedoch pilgern wir wieder zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto hin zu dem Ort, wo der Friede Menschen zusammenführt an den einen Tisch. Das Friedenskreuz – mein Sehnsuchtsort!

          Hartmut Lotz, Pfarrer von Bubenheim und Engelstadt und Inhaber der Profilstelle für Mission und Ökumene im Dekanat Ingelheim-Oppenheim, Juni 2022

          Evangelische Kirchengemeinde Bubenheim und Engelstadt

          #MonatsImpuls Mai 2022

          H. WiegersVeranstaltungen wie der ÖkumenTisch in Nieder-Olm gehören für die stellvertretende Dekanin Julia Freund zu den hoffnungsvollen Zeichen gelebter Ökumene.

          "Ein Zeichen der Gemeinschaft in schwierigen Zeiten..."

          Ein liebevoll gedeckter Tisch im Garten, ein duftender Brotlaib, etwas Käse, Oliven. Menschen, die sich um den Tisch versammeln, das Brot miteinander teilen, gemeinsam essen, erzählen, lachen  - Tischgemeinschaft im besten Sinne dieses Wortes. Wie letzten Sonntag, als wir in Nieder-Olm unsere langjährige Chorleiterin verabschieden mussten und im Anschluss mit den Weggefährten noch im Pfarrgarten zusammenkamen. Erinnerungen wurden ausgetauscht, das gemeinsam über die Jahre Erlebte wieder lebendig, trotz zweier Coronajahre, in denen die Gemeinsamkeit eingefroren schien. Weggemeinschaft, die am Schicksal des Anderen Anteil nimmt, einander schätzt und ernstnimmt, die aber auch fröhlich und ausgelassen miteinander feiert. Ich liebe diese gemeinsamen Momente, das Gemeinsam-am-Tisch-Sitzen, das Erinnern, Geschichten erzählen und deshalb gehören solche gemeinsamen "Tafeln" zu meinen Lieblingsplätzen.

          Zugegeben, gemeinsam am Tisch zu sitzen ist nicht immer so entspannt. Wenn man gerade kleine Kinder in der Trotzphase hat, in der gefühlt bei jedem Essen ein Teller zu Bruch geht; oder pubertierende Teenager, die sich aus der Enge der Familiengemeinschaft herauslösen wollen in die Weite des Freundeskreises – gemeinsames Essen ist nicht in jeder Lebensphase gemütlich und eitel Sonnenschein. Aber auch in dieser Zeit gibt es sie, diese Momente beim gemeinsamen Essen, wo sich schweigsame Jugendliche plötzlich öffnen und erzählen, wo mit kleinen Kindern herzhaft gelacht wird  - wo Gemeinschaft in der Familie und über sie hinaus spürbar wird.

          In unserer christlichen Tradition ist dieses gemeinsame Essen tief verankert: Von Jesus selbst sind viele Mahl-Geschichten überliefert, wie er mit den Frauen, Männern und Kindern, die ihm folgten, gemeinsam das Brot teilte und die Gemeinschaft feierte. Bis hin zu diesem letzten Mahl, an dem Jesus sein Schicksal mit dem Teilen von Brot und Wein verband: So, wie er Brot und Wein verteilte unter seinen Jüngern, so würde er sich selbst, sein Leben hingeben, für sie – für uns alle. Und zur Erinnerung daran der Auftrag: Teilt Brot und Wein miteinander! Das Abendmahl ist seither für alle Christen Sakrament – heilige Handlung.

          Wie schade, dass wir Christen evangelischer und katholischer Konfession anstelle der Gemeinschaft im Teilen des Brotes oft viel stärker das Trennende betonen. Wie schade, dass in der Vergangenheit die Kirchen das jeweils „rechte Verständnis vom Abendmahl“ zur Bedingung machten, es gemeinsam zu feiern. Die Kirchen evangelischer Prägung haben diese Trennung schon länger überwunden. Reformierte und Lutherische Gemeinden feiern gemeinsam. Wann wird auch in der katholischen Kirche die Eucharistiefeier, wie das Abendmahl dort heißt, auch für evangelische Christen geöffnet werden?

          In Nieder-Olm freuen wir uns an einer sehr lebendigen und offenen Ökumene. Hier werden wir an Pfingstmontag ein besonderes ökumenisches Mahl miteinander feiern: wir laden ein zum ÖkumenTisch. An einer langen Tafel mitten auf der Hauptstraße im Ort, die zu diesem Anlass für den Autoverkehr gesperrt wird, sind alle willkommen, miteinander zu essen, zu trinken und Gemeinschaft zu erleben. Für Kinder wird extra eine Hüpfburg aufgebaut und das Oasenmobil unseres Dekanates mit seinen vielfältigen Spielangeboten macht Station am ÖkumenTisch.

          Ich freue mich über dieses Zeichen der Gemeinschaft in schwierigen Zeiten. Ich freue mich, Menschen unterschiedlichster religiöser und kultureller Herkunft an einen Tisch zu holen, und gemeinsam den Pfingstmontag, das Fest des Heiligen Geistes, fröhlich zu feiern.Treffen wir uns dort? Oder vielleicht auch beim Dekanatsfest an der Ingelheimer Burgkirche am 10. Juli 2022. Hier ist im Rosengärtchen viel Platz um uns gemeinsam an einen Tisch zu setzen und fröhlich miteinander auszutauschen. Das würde mich freuen.


          Herzlichst, Ihre Pfarrerin und stellvertretende Dekanin Julia Freund, Mai 2022

          Evangelische Kirchengemeinde Nieder-Olm

          #MonatsImpuls April 2022

          H. WiegersPfarrerin Anita Nowak-Neubert neben dem alten schmiedeeisernen Kirchenkreuz aus Stadecken, das im Katharina-von-Bora-Garten an der Elsheimer Paulskirche steht. Vor ihm findet seit Beginn des Ukraine-Krieges von Montag bis Freitag jeweils um 12:00 Uhr ein Ökumenisches Friedensgebet statt.

          "... solange die Erde besteht!"

          Drei Tage mit den Konfirmanden. Wir bereiten den Vorstellungsgottesdienst vor. Was bin ich froh, dass das Wetter gut ist und wir draußen sein können.

          Draußen – das meint: Im Garten hinter dem Gemeindehaus, auf der grünen Wiese und unter den vielen Lindenbäumen, die gerade austreiben. 23 Jugendliche, Konfirmanden und Teamer, beschäftigen sich unter Gottes blauem Himmel mit IHM und mit sich und beiden zusammen. Nie ist die Wiese übrigens so schön wie im April. Den Sommer über verbrennt die heiße Sonne den Rasen schier; und der nasse Winter setzt ihm gewaltig zu und macht es den Resten schwer. Aber jetzt im April wächst er mit einem solchen frischen Grün und saftigen Halmen in unbeschreiblicher Geschwindigkeit aus dem Boden.

          In diesem Jahr frage ich mich, haben wir einen grünen Rasen oder eine weiß-gelbe Gänseblümchenwiese? Es ist so schön!

          Sie wundern sich vielleicht darüber, wie ausschweifend jemand über Grashalme und Gänseblümchen werden kann. Aber gerade in diesem Jahr empfinde ich den Segen so besonders, den mir das alles vermittelt. Den Segen aus dieser Verheißung, die Gott uns wissen lässt: „Von nun an soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht, solange die Erde besteht!“ (1. Mose 8,22)

          Von „Beständigkeit“ höre ich in diesem Vers; das tut gut. Und ich weiß es wieder neu, weil ich es ja wirklich vor Augen habe: „Da gibt es eine gute Ordnung.“ Daran halte ich mich von Herzen gerne fest.

          ... und was tut Ihnen in diesen Tagen wohl?

          Ihre Pfarrerin Nowak-Neubert, April 2022

          Evangelische Kirchengemeinde Stadecken-Elsheim

          #MonatsImpuls März 2022

          H. WiegersVor dem Panorama des Mittelrheintals – entspannt sieht Pfarrerin Heike Corell den Aufgaben entgegen, die auf sie zukommen.

          "Das Unerwartete planen?"

          Ein kleines Geschenk habe ich besorgt, die Grußkarte ist unterschrieben. Beides packe ich in meine Tasche. Gemeinsam mit einer Freundin mache ich mich auf den Weg zu einem Überraschungsbesuch. Wir starten früh, denn wir wollen rechtzeitig bei unserem Bekannten ankommen. Auf einmal, wird sind schon kurz vor dem Ziel, tun sich bei uns Fragen auf. Er erwartet uns nicht. Wird er uns überhaupt reinlassen? Obwohl wir gut geplant haben, kreisen auf einmal die Gedanken. Zweifel kommen auf.

          Ähnlich ergeht es Maria Magdalena, Maria und Salome. Sie wollen einem guten Vertrauten noch einen letzten Dienst tun. Sie möchten seinen Leichnam salben. Wohlriechende Öle haben die drei Frauen gekauft. Früh am Morgen – so früh wie möglich – brechen sie auf. Sie sind gut vorbereitet und haben ihr Vorhaben fest im Blick. Oder etwa doch nicht?

          Denn den drei Frauen kommt auf einmal der Stein in den Sinn. Der Stein, der vor dem Grab liegt. Groß und schwer. Sie selbst können ihn nicht bewegen. Ein scheinbar unüberwindbares Hindernis. Und sie sprachen untereinander: „Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?“

          Ich fühle mit Maria Magdalena, Maria und Salome und stelle mir vor, wie auf einmal ihr Herz schwer wird. War es nicht schon traurig und schwer genug, dass ein geliebter Mensch gestorben ist? Ein Mensch, mit dem sie sich verbunden fühlten. Dem sie nachgefolgt sind. Der ihnen erzählt hat, dass er das Leben sei.

          Noch einmal wollen sie ihn sehen. Ihn mit wohlriechenden Ölen einbalsamieren. Und nun scheint es, als müssten sie auch diese Hoffnung begraben. Jetzt, wo sie doch schon am Grab angekommen sind. Und das, obwohl sie all das getan haben, was in ihrer Hand lag. Die Frage lastet schwer: „Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?“ Und dann das. Sie sehen hin und entdecken. Es ist alles anders. So unverhofft. Der Stein ist bereits weggewälzt.

          Sie gehen hinein in das Grab. Doch auch dort finden sie nicht das, was sie erwartet haben. Was ihnen dort begegnet, lässt sie erschrecken. Im Grab sehen sie einen Jüngling mit weißem Gewand, der zu ihnen spricht. Seine Worte können sie nur schwer fassen: „Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier…“ Die Worte des Jünglings beruhigen sie nicht. Die Frauen dachten, sie seien gut vorbereitet und sind es doch nicht. Sie rechneten einen Toten zu finden und die Nachricht, dass Jesus auferstanden sei, überforderte sie. Die drei Frauen fürchten sich und laufen weg vom Grab.

          Sehr menschlich ist das Verhalten der Frauen. Übersteigt das Gesehene doch das, was sie sich vorstellen können. Das kann durchaus Angst machen. Nichtsdestotrotz lässt uns diese Ostergeschichte aus dem Markusevangelium (Mk 16,1-8) neu hoffen. Sie erweitert den Horizont. Sie lässt uns über das, was wir mit unserer Vernunft erfassen können, hinausschauen. Sie ermutigt uns, unsere Herzen offen zu halten für das Unerwartete. Sie spendet Trost, dass wir nicht auf alles vorbereitet sein können und müssen.

          Denn sie zeigt uns die große Botschaft, die Maria Magdalena, Maria und Salome erschüttert: Jesus hat den Tod überwunden. Der Tod ist nicht das Letzte. Jesus ist auferstanden. Halleluja!

          Ihre Pfarrerin Heike Corell, März 2022

          Evangelische Johanneskirchengemeinde und evangelische Christuskirchengemeinde Bingen

          #MonatsImpuls Februar 2022

          H. WiegersSimon Ahäuser in "seiner" Dienheimer Kirche – das kleine Gebetsbuch begleitet ihn.

          "Warum ich das tägliche Gebet auf meiner To-Do-Liste habe..."

          Ich liebe Listen. Listen bringen Ordnung ins Chaos. Ich brauche das, denn wenn ich mir etwas nicht aufschreibe, dann vergesse ich es. Auch wenn ich mir noch so viele Mühe gebe, schon wenige Minuten später ist es weg. Aus den Augen – aus dem Sinn. Deshalb schreibe ich mir alles auf. Dann funktioniert es. Auf meinem PC habe ich eine To-Do-Liste mit zehn verschiedenen Bereichen, auf denen ich alles detailliert aufschreibe, markiere und dann auch lösche. So gelingt der Alltag, zumindest bei mir.

          „Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.“ (Epheser 6,18 – Monatsspruch für den März 2022)

          Oft komme ich morgens ins Büro gestürzt, schalte den PC an und lege los. Und vergesse mal wieder etwas ganz Wichtiges: Mein tägliches Gebet. Deshalb erinnert mich auch daran meine To-Do Liste. Und für dieses Gebet habe ich dann auch noch eine Liste angelegt – in einem kleinen Buch: Eine Gebetsliste. Dort schreibe ich mir auf, für wen ich ab wann ein Jahr lang täglich beten möchte. Manchmal kommt der Impuls von außen: Eine Mutter, deren Kind Corona hat, schreibt mir unerwartet, ich möge das Kind in mein Gebet aufnehmen. Manchmal kommt der Impuls aber auch von mir: Nach einem Gespräch denke ich mir, es wäre sinnvoll, die Sorgen eines Menschen an Gott weiterzugeben.

          Aber warum tue ich das ein Jahr lang? Einfach so, denn ich glaube, es tut gut, eine Person vor Gott und auch vor mich selbst zu bringen. Und zwar beharrlich, täglich. Damit es eben nicht so leicht vergessen geht. Oft bedarf es gar keiner großen Worte. Das Gebet ist eben nicht „nur der Ort, an dem wir pausenlos zu Gott reden (um nicht zu sagen: auf Gott einreden), sondern auch ein Ort, an dem wir schweigen, lauschen und nachdenken.“[1] Das regelmäßige Gebet ist also auch nicht für die Menschen, die ich vor Gott bringe, wichtig, sondern auch für mich selbst und meine eigene Gottesbeziehung. Das gibt mir Kraft für den Tag, und danach kann ich getrost wieder ein Häkchen in meiner Liste machen.

          Ihr Pfarrer Simon Ahäuser, Februar 2022

          Evangelische Kirchengemeinde Dienheim mit Ludwigshöhe

          [1] Wilfried Härle: Warum Gott? Für Menschen, die mehr wissen wollen, Leipzig 2013, S. 226-232.

          #MonatsImpuls Januar 2022

          H.WiegersPfarrerin Norina Mutzek im Altarraum der Binger Christuskirche. Rechts hinter ihr ist der von dem Kölner Künstler Günther Lossow entworfene Taufbecken zu sehen.

          "Frau Pfarrer, können Sie mich taufen?"

          "Erwachsenentaufen waren die letzten Jahre nicht mehr so ungewöhnlich in der Christuskirche. Oft waren es Menschen aus den neuen Bundesländern, die sich zu einer Erwachsenentaufe entschieden. Jedoch ungewöhnlich war der Wunsch eines jungen Erwachsenen, denn es stellte sich im Laufe des Taufgesprächs heraus, dass der Mann schon in früheren Jahren von dem Hausmeister seiner Schule getauft wurde. Es war schwer, ihm klarzumachen, dass die Taufe des Hausmeisters gültig ist und dass ich ihn nicht noch einmal taufen könne.Wir einigten uns schließlich auf eine Segnung, und das war für ihn fast so schön wie eine Taufe.

          Beim Betrachten des Tauffensters in der Christuskirche, das die Kindersegnung darstellt, fallen mir viele schöne, bewegende Tauffeiern ein – in und außerhalb der Kirche ein, im Park am Mäuseturm oder in Coronazeiten auch auf dem Vorplatz der Kirche.„Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes…“ Mt. 28,19

          Der Taufbefehl aus dem Matthäusevangelium hat mich dazu bewegt, Menschen im In- und Ausland zu taufen, einmal sogar eine deutsche Freiwillige in einer ghanaischen Schule, mangels eines Taufbeckens, mit einer Salatschüssel.

          Taufe verbindet uns als Christen und Christinnen rund um den Globus im gemeinsamen Glauben an Jesus Christus. Ob nun unter ungewöhnlichen Umständen oder an einem ganz normalen Gottesdienst am Sonntagmorgen, ist dabei nicht entscheidend. Doch es ist gut zu wissen: Der Heilige Geist wirkt in der Taufe, und in der Taufe eint und stärkt er Menschen über Grenzen hinaus."

          Ihre Pfarrerin Norina Mutzek, Januar 2022

          Evangelische Christuskirchengemeinde Bingen

          #MonatsImpuls Dezember 2021

          H. WiegersPfarrerin Waßmann-Böhm schöpft nach zwei Jahren Corona aus der Weihnachtsgeschichte neuen Mut.

          "Lassen wir die Liebe und den Frieden groß werden"

          „Es war einmal, vor langer Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat…“ So fangen viele Märchen an und ziehen uns in eine Geschichte, in der andere Regeln gelten als in unserer Alltagswelt. Wünschen hilft hier – denn Magie macht es möglich. Eine weise alte Frau, eine Fee oder ein Zauberer wenden am Ende das Unglück ab von einem ganzen Land.

          Die Weihnachtszeit ist eine Zeit der Geschichten. Alltagsgeschichten und Märchen werden erzählt und ich bekomme durch diese Geschichten Sehnsucht danach, dass das Wünschen wieder hilft. Gerade jetzt, im zweiten Coronajahr, mit den hohen Inzidenzen, den vollen Krankenhäusern, den neuen Virusvarianten, dem erbitterten Streit zwischen Impfgegnern und Impfbefürwortern, wünsche ich mir von Herzen, dass Corona einfach verschwindet.

          Und gleichzeitig weiß ich, dass dies nicht einfach so passieren wird. Mit beidem, meiner Sehnsucht und meinem Realismus, höre ich eine andere Geschichte. Eine Geschichte, die kein Märchen ist, auch wenn in ihr ein Retter, ein Königskind, geboren wird. „Es begab sich aber zu der Zeit…“, fast wie ein Märchen beginnt die Weihnachtsgeschichte, aber dann geht es ganz klar und realistisch weiter, mitten in der Menschheitsgeschichte verortet: „…als ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging.“ Gott kommt mitten hinein in eine Welt, die nicht heil ist, sondern eher kalt, eine Welt, in der es keinen Platz in der Herberge gibt. Mitten hinein in diese Welt verkündet der Engel: Gott ist an Eurer Seite.

          Davon wird noch nicht einfach alles gut. Am Ende der Weihnachtsgeschichte löst sich nicht, wie im Märchen, alles in Wohlgefallen auf und es werden auch nicht alle Wünsche wahr. Aber das Ende der Weihnachtsgeschichte ist ja auch nicht das Ende der Geschichte Jesu, sondern der Anfang. Es ist ein Neuanfang Gottes mit dieser Welt und mit uns Menschen. Gott sieht unsere Not und unsere Ohnmacht und stellt sich an unsere Seite in einem kleinen, hilflosen Kind.

          Lassen wir das Kind wachsen und mächtig werden bei uns. Lassen wir die Liebe und den Frieden groß werden. Gerade nach zwei Jahren Corona haben wir alle das ganz nötig. Wir brauchen Gottes Ermutigung und seinen Beistand, wo wir selbst vielleicht nur noch müde sind, oder wütend, oder resigniert. Gott ist an Deiner Seite! So gehen wir von Weihnachten gut begleitet ins Neue Jahr."


          Ihre Pfarrerin Anne Waßmann-Böhm, Dezember 2021

          Evangelische Saalkirchengemeinde Ingelheim

          #MonatsImpuls November 2021

          Chr.BrostWenn es sein – gerade in der Adventszeit – gut gefüllter Terminkalender zulässt, backt Pfarrer Brost in der Vorweihnachtszeit durchaus acht bis zehn Sorten Kekse.

          Süße Erinnerungen an Zeiten der Geborgenheit...

          Ich liebe die Adventszeit. Die Tage bis Weihnachten gehören für mich zu den intensivsten Wochen des Jahres. Weil sie so sinnlich sind. Der Glühweinduft, der Klang der altbekannten Lieder, der Geschmack von Lebkuchen. Mit ihrem Geruch, ihrem Klang, ihrem Geschmack kommen mir die Erinnerungen an gute und schlechte Weihnachtszeiten, und an Zeiten der Geborgenheit, des Staunens und der Freude als Kind.

          Der Duft dieser Erinnerungen ist eingebacken in diese Lebkuchen. So sind sie nicht nur Leckerei, sondern sollen auch erinnern an die schönen Momente. Sie enthalten viele Gewürze, die guttun und gut sind für die Gesundheit.

          Lebkuchen wurden früher in den Klöstern zur Adventszeit an die Armen und Bedürftigen verschenkt. Sie waren nicht zuerst Leckerbissen. Sie waren im wahrsten Sinne des Wortes Lebenskuchen. Sie sollten in der kalten Zeit helfen zu leben, ja zu überleben. So war eingebacken an Gewürzen, was das Herz stärkt, den Atem freihält, den Lebensgeist stärkt. So buken die Nonnen und Mönche Lebensbrote für die, denen das Leben im Winter besonders karg und bitter war. Für die Schwachen, die Alten, die Kinder. „Ich bin das Brot des Lebens“ – so sagt Jesus über sich in der Bibel, so erwarten wir sein Kommen in der Welt. „Der Heil und Leben mit sich bringt, der Heiland aller Welt zugleich“, so singen wir es im Lied, und so soll es wirklich spürbar werden. Mit diesen süßen Kuchen als Vorgeschmack auf das himmlische Heil.

          Wahrscheinlich verwandle ich auch deswegen meine Küche in der Adventszeit so gern in eine große Plätzchenfabrik. Damit Menschen durch meine Lebkuchen ein Stück vom Lebenskuchen schmecken können. Als süße Vorboten des himmlischen Heils und als kleine Helfer zur Heilung von Leib und Seele. Ich werde beim Backen und nachher beim Verschenken auf jeden Fall daran denken…

          Pfarrer Christian Brost, November 2021

          Evangelische Kirchengemeinde Heidesheim

          #MonatsImpuls Oktober 2021

          U.RauFlüchtlingsseelsorger Uwe Rau an dem Ort einer ganz und gar unerwarteten Begegnung

          Gesegnet von Gott

          Auf der Nachhausefahrt nach einem langen Arbeitstag. Der Tank ist fast leer. Ich halte an einer Tankstelle. Mit einem Kassenbon für 53 Liter Super und einer Tüte Chips verlasse ich den Tankstellenshop, zurück zum Auto kommt mir eine Frau entgegen, mit Kappe auf den langen Haaren und einem dicken Tropfen Spucke am Kinn. Sie steuert auf mich zu, ich merke, wie ich ihr am liebsten ausweichen möchte, aber da ist es schon zu spät.

          „Hast du einen Euro für mich?“ „Ja. Warte“. In meiner Geldbörse sind 80 Cent. „Ich habe nur so viel“. „Das macht nichts“. „Warte!“ In meinem Auto finde ich noch mehr Kleingeld, gebe es ihr. Sie nimmt das Geld in ihre offene Hand, antwortet: „Sei gesegnet, sei gesegnet, sei gesegnet, sei gesegnet…“ Immer wieder. Nach einer Weile sage ich: „Danke!“ Sie blickt mich an. „Sei du auch gesegnet.“ „Geht nicht, ich bin Gott.“ „Oh!“ Ich bin verblüfft. Dann besinne ich mich. „Hab ganz besonderen Dank für deinen Segen!“ Sie geht los in Richtung Shop, dreht sich noch mal um. „Und du bist ein Engel, dass du`s weißt.“ Ich sehe ihr nach bis sie hinter den Schiebetüren des Shops verschwindet.

          So also sieht Gott aus, denke ich noch. Ich bin überrascht und berührt. So anders als ich erwartet hatte verlief diese Begegnung. Gottes Segen begleitet mich. Das vergesse ich nicht mehr. Ich freue mich daran, wie oft ich seitdem wahrnehme, dass ich gesegnet werde, von Gott in Menschen mit den unterschiedlichsten Gesichtern, Hautfarben, Worten. Dabei kommt das Wort Segen kaum vor, schon aber seine Wirkung. Ich habe eine neue Aufmerksamkeit dafür gewonnen. Ich achte auf Begegnungen mit Gott, nicht nur an Tankstellen. Und ich bin gern ein Engel.

          Pfarrer Uwe Rau, Flüchtlingsseelsorger

          #MonatsImpuls September 2021

          Von der Dankbarkeit predigen zu dürfen – oder – warum ich so gerne in der Kanzel stehe

          "Ich stehe gerne in der Kanzel, nicht, weil ich mich für einen so begnadeten Predigtschreiber oder Rhetoriker halte, sondern weil ich finde, dass die Bibel an und für sich Poesie ist. Und so ist auch das Predigt schreiben für mich eine Form von Poesie. Denn hier muss ich Worte finden, die vom Leben sprechen in der Gewissheit, dass alles Leben vor Gott stattfindet. Das ist für mich ein poetologisches Programm, denn ich spreche aus diesem einmal von Gott gesprochenen Wort weiter in der Kirche, wo sich Menschen seit fast 2000 Jahren von Jesus begeistern lassen.

          Nun bin ich erst seit kurzem Pfarrer in Eimsheim und Uelversheim, dennoch hat mich ein kleines Erlebnis dazu angeregt, dieses besondere Privileg, zu den Menschen über Gott sprechen zu dürfen, noch bewusster wertzuschätzen. Neulich erst, meine Konfis aus den Bergkirchengemeinden und ich in Uelversheim in der „merkwerdischen Kersch“! Pfarrer Schneider mit der Super-Idee. Heute dürft ihr mal ausprobieren, wie das ist eine „echte Predigt“ vorzutragen. Also eine, die ich in diesem im Ringbuch mitgebracht habe. War noch darin abgeheftet von einem der der letzten Gottesdienste.

          Ich frage in die Runde: Und, wer traut sich? Bange Blicke erst. Dann ein plötzlicher mächtiger Schub an Selbstbewusstsein, der da Stimme bekommt und ruft: Mach ich, Herr Schneider. Und schwups – stand das Mädchen oben auf der Kanzel und las aus einer meiner letzten Predigten. Hat sie echt gut gemacht. Aber dann der ultimative Test. Das wollte ich dann doch noch herausbekommen. Also, was eigentlich angekommen ist bei den jungen Menschen von dem, was ich unumgänglich wichtig fand in der Predigt. Nie und nimmer kürzer zu fassen.

          Und ich forderte das Mädchen auf: Lies doch bitte noch mal den ersten Absatz und sage dann mal mit eigenen Worten, was du findest, was da eigentlich steht. Und sie las die ungefähr zehn bis fünfzehn Zeilen noch einmal vor. Vollgepackt mit theologischem Wissen über Paulus, den Apostel. Dann überlegte sie. Wollte erst nicht mit der Sprache rausrücken. Und dann sagte sie entschieden: Herr Schneider, da steht: Liebe Gemeinde, danke dass ich heute bei Ihnen predigen darf. Das fand ich ganz wunderbar. Das kann ja ein Gedanke sein, an den ich mich halten kann. Ein Tipp, den ich wenigstens versuchen kann, besser zu machen. Das habe ich da begriffen: Es geht um das Wesentliche. Und es geht um die Beziehungsebene zwischen uns Menschen. Das hat mir die Konfirmandin vor Augen geführt."

          Pfarrer Lars Schneider, September 2021

          Evangelische Kirchengemeinde Uelversheim / Eimsheim

          #MonatsImpuls August 2021

          Das Schönste an Ingelheim

          "Die ersten fünfzehn Minuten kosten Überwindung, jeden Tag von neuem. Es geht ziemlich bergauf beim Laufen, häufig blendet auch die Morgensonne. Dann aber der weite Ausblick über das Rheintal. Nur an wenigen Stellen ist jetzt um diese Jahreszeit der Flusslauf zu sehen. „Das Schönste an Ingelheim ist der Blick in den Rheingau“ – sagen die Rheingauer. Als Neu-Ingelheimer möchte ich da kein vorschnelles Urteil sprechen. Jeden Tag könnte ich mich aber von neuem über die drei Geisenheimer Hochhäuser aufregen, eine Bausünde aus den 1970er Jahren, die wie überdimensionierte Schuhkartons aufrecht in der Landschaft stehen.

          Die dampfenden Schornsteine von Boehringer hingegen empfinde ich als Symbole pulsierenden Lebens. Mit großer Hochachtung höre ich die Menschen von diesem Unternehmen sprechen, das vielen Bewohnern Wohlstand − und der Stadt die Schuldenfreiheit ermöglicht. In unmittelbarer Nachbarschaft des Pharmabetriebs, von mir aber nicht zu erkennen, befindet sich die „Gewahrsamseinrichtung für Ausreisepflichtige“ mit ihren vierzig Haftplätzen, menschlichen Schicksalen. An manchen Tagen dringt das Rauschen der Autobahn an mein Ohr. Deutlich zugenommen hat wieder der Flugverkehr seit dem Beginn der Sommerferien.

          Noch immer aber sind in der Luft die Dohlen in der Mehrzahl. Sie schrecken auf, wenn ich näherkomme. Bin ich schon sehr zeitig unterwegs, dann nimmt auch einmal ein Kaninchen Reißaus. Einzig die vielen Weinbergschnecken zeigen sich unbeeindruckt. Manchmal höre ich Stimmen, wenn in den Weinbergen oder Obstplantagen gearbeitet wird. Es sind Menschen meist osteuropäischer Herkunft. Ich erschrecke, wenn ich von einem schnelleren Läufer überholt werde, der sich fast lautlos angenähert hat. Täglich bin ich mit der deutschen Geschichte konfrontiert, blicke zum Niederwald-Denkmal und zum Bismarckturm. Noch weiß ich wenig von einem meiner Amtsvorgänger, der sich für den Bau des letzteren sehr ins Zeug gelegt hat.

          Ganz links erkenne ich die Rochuskapelle, oberhalb von Rüdesheim das Kloster Eibingen, im Vordergrund, unweit der Burgkirche, den sehr modernen Glockenturm der katholischen St. Michaelskirche. Ich denke an den Veränderungsdruck, unter dem die katholische Kirche derzeit steht, frage mich aber auch, wie groß die „Region“ sein wird, in der ich als evangelischer Pfarrer bald arbeiten werde. Mir fällt Mose ein, der vom heute jordanischen Berg Nebo aus auf das Jordantal blickte. Gott, so heißt es in der alten Geschichte, ließ ihn das Gelobte Land zwar sehen, aber er durfte es nicht mehr betreten. Ich jedoch kehre gestärkt und getröstet, manchmal auch mit neuen Ideen oder Fragen, in meine kleine Ober-Ingelheimer Welt zurück. Ja, es tut gut, etwas Abstand zu haben und zu früher Stunde bereits den Überblick zu gewinnen. Für mich ist es eine Art zu beten."

          Pfarrer Frank Seickel, August 2021

          Evangelische Burgkirchengemeinde Ingelheim

          #MonatsImpuls Juli 2021

          B.GnammFür Pfarrerin Bärbel Gnamm bietet ein Spaziergang durch die Groß-Winternheimer Weinberge Gelegenheit zum Durchatmen.

          Den Atem wieder finden und den eigenen Rhythmus entdecken

          "Sommerferien – die Zeit, durchzuatmen und  Kraft zu schöpfen für die kommende Zeit. Die Corona-Pandemie hat unser öffentliches Leben hinter Masken verschwinden lassen und gefühlt hat sie uns auch oft den Raum zum frei Durchatmen genommen.

          Im Matthäusevangelium (Mt 11,26) heißt es: Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen.

          Frei sein sollen wir von dem, was uns das Leben schwer macht und aufatmen:  Beim Atmen hat jede*r von uns seinen ganz eigenen Rhythmus – für das Ein- und das Ausatmen und wir wissen auch, wie schnell uns etwas außer Atem bringen kann, uns nach Luft schnappen, nach Atem ringen lässt oder gar die Luft zum Atmen nimmt.

          Die Bibel erzählt in den Schöpfungsgeschichten, dass nicht nur der Mensch seinen Rhythmus hat, sondern die ganze Schöpfung in einem bestimmten Rhythmus schwingt. „Am Anfang“, so heißt es, „schuf Gott Himmel und Erde“ - Sechs Tage hat er dazu gebraucht, und am siebten Tag hört er auf, ruht er. Das soll auch für unser Leben gelten. Alles, was lebt, darf Atem holen und soll sich an den erinnern, der diesen Atem geschenkt hat. Das ist unser Sonntag – und auch Zeiten wie der Sommer, unsere Urlaubstage sind solche Ruhetage:

          Das heißt für uns, dass wir Aufatmen können, Luft holen, den Atem wieder finden und den eigenen Rhythmus entdecken – so sind wir am Pulsschlag des Lebens und respektieren ihn auch: das Tun und Lassen, das Ein- und das Ausatmen, das Säen und das Ernten. Wir müssen nicht immer noch mehr leisten und produzieren und das von uns selbst, der Natur und anderen verlangen, sondern uns und unserer Umwelt Zeiten der Ruhe und Erholung gönnen.

          Frei sein sollt ihr von dem, was euch plagt und erdrückt und aufatmen! Das ist die Einladung und das Geschenk, das uns am Morgen und in der Nacht begleitet, vom Anfang bis zum Ende unseres Lebens.

          Ich wünsche Ihnen eine schöne, freie Sommerzeit zum Durchatmen, den Rhythmus (wieder)finden und den Puls des Lebens spüren. Und seien Sie gewiss: Gott ist mit uns in jedem Atemzug, weil sein Herz für uns schlägt."

          Pfarrerin Bärbel Gnamm, Juli 2021

          Evangelische Kirchengemeinde Groß-Winternheim - Schwabenheim

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