Für eine gute Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Dekanat

veröffentlicht 29.01.2026, Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

Gemeindepädogoginnen Conny Abdullah und Kim Zimmermann wurden in Heidesheim in ihr Amt eingeführt

Das gemeindepädagogische Team der Evangelischen Jugend im Dekanat Ingelheim-Oppenheim hat Verstärkung bekommen – ein guter Anlass zum Feiern. So wurden Conny Abdullah und Kim Zimmermann am 25. Januar 2026 unter dem Motto „Darum ermutigt euch untereinander und einer erbaue den andern.“ (1.Thess 5,11) in einem festlichen Jugendgottesdienst von Dekan Olliver Zobel in ihr Amt eingeführt.

In seiner Festpredigt gab der Dekan den neuen pädagogischen Fachkräften folgende Gedanken mit auf den Weg: „Gemeindepädagoginnen und -pädagogen tragen für mich die Verantwortung, dass Kinder und Jugendliche bei uns gut begleitet werden. Sie eröffnen Räume und schaffen gute Rahmenbedingungen. Ich bin dankbar, dass ihr diese Verantwortung übernehmt.“

Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurden Conny Abdullah und Kim Zimmermann in dem stimmungsvoll von Kerzen erleuchteten Kirchenraum des Heidesheimer Martin-Niemöller-Hauses mit viel Gesang, Geschenken und einem Segen ins nun vollständige Team der Evangelischen Jugend im Dekanat aufgenommen. 

„In allem, was wir tun, das Gute verstärken“

Die Diplom-Sozialpädagogin und Diplom-Religionspädagogin Conny Abdullah ist für die Arbeit mit, von und für Kinder und Jugendliche im Nachbarschaftsraum 3 des Dekanats zuständig. Zu diesem gehören die Kirchengemeinden Appenheim, Bubenheim/Engelstadt, Essenheim, Gau-Algesheim-Ockenheim, Jugenheim, Nieder-Olm/Sörgenloch, Nieder-Hilbersheim, Ober-Hilbersheim und Stadecken-Elsheim. 

In einem kirchlich sozialisierten Elternhaus im sächsischen Oschatz aufgewachsen, ging Conny Abdullah schon mit 18 Jahren zum Studium nach Berlin. Dort absolvierte sie ein Doppelstudium: Religions- und Sozialpädagogik. Damit machte sie ihr Hobby zum Beruf. Bereits in ihrer sächsischen Heimat hatte sie sich ehrenamtlich in der kirchlichen Jugendarbeit engagiert, hatte unter anderem Theatergruppen geführt, Jugendgottesdienste und Freizeiten mitorganisiert. Damals wie heute arbeitet sie nach dem Leitsatz: „In allem was wir tun nicht nur auf das Kritische schauen, sondern das Gute verstärken.“ 

Als erfahrene Pädagogin weiß sie, dass viele Jugendliche sehr unter schulischem Stress leiden. Deshalb behält die 42-jährige bei den Angeboten, die sie derzeit in Absprache mit dem Nachbarschaftsraum 3 und ihren Kolleginnen und Kollegen auf der Dekanatsebene entwickelt, stets zentrale Fragen im Blick: Was können wir den Jugendlichen zur Entlastung anbieten? Was für ihre mentale Gesundheit tun? „Gerade das“, sagt sie, „können wir in unsere religionspädagogische Arbeit sehr gut einbinden – Glaube kann Resilienz stärken“.  

Über mangelnde Ideen kann sie jedenfalls nicht klagen – weder im gemeindepädagogischen Bereich des Nachbarschaftsraums noch in der Kinder- und Jugendarbeit auf Dekanatsebene, wo sie ebenfalls einen Stellenanteil hat. Begeistert zeigt sich die Mutter von zwei Kindern vom „Konfi-Adventure“, dass auf Dekanatsebene allen Konfirmandengruppen offensteht: „Hier eröffnen sich die Lernräume, die die jungen Menschen für ihr zukünftiges Leben brauchen.“ Sie freut sich nun auf die bevorstehenden Konfifahrten und den Jugendkirchentag.

„Ich möchte Kindern und Jugendlichen positive Erlebnisse mit auf den Lebensweg mitgeben“

Gemeindepädagogin Kim Zimmermann verstärkt in der Gesamtkirchengemeinde „Rheintalhöhen“, zu der die Kirchengemeinden Bodenheim-Nackenheim, Dalheim, Dexheim / Schwabsburg, Harxheim-Gau-Bischofsheim, Mommenheim-Lörzweiler und Nierstein gehören, das Verkündigungsteam mit dem Fokus auf die Kinder- und Jugendarbeit. 

Weil der CVJM Nierstein ihre Stelle mitfinanziert, unterstützt die Sozialpädagogin mit gemeindepädagogischer-diakonischer Zusatzqualifikation auch die Freizeitangebote des CVJM Nierstein. So betreut sie hier unter anderem einmal in der Woche nachmittags die Jungschargruppe für Grundschulkinder. „Ich habe eine große Spannbreite an Aufgaben“, freut sich die 33-jährige, „und möchte schöne Dinge mit den Kindern machen. Ihnen positive Erlebnisse auf den Lebensweg mitgeben und ihnen helfen, aus ihrem Glauben Kraft zu schöpfen, wenn sie einmal Probleme haben.“ 

Die Mutter einer siebenjährigen Tochter bringt bereits vielfältige berufliche Erfahrungen mit. So betreute sie im Ingelheimer „Kinderhaus“ der Stiftung „Juvente“ Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag und arbeitete zudem in der Kinder- und Jugendhilfe des Jugendamtes. Schon als Jugendliche entdeckte sie im Rahmen von Praktika in Kindertagesstätten die Freude an der pädagogischen Arbeit und engagierte sich ehrenamtlich unter anderem in der Ferienbetreuung im Dekanat Alzey. 

Bei ihrer Arbeit in der Gesamtkirchengemeinde steht bald eine Konfi-Nacht in der Niersteiner Kirche an, auf die sie sich schon freut. Besonders wichtig ist ihr zudem der Aufbau und die Begleitung einer ehrenamtlichen Helfergruppe für die Kinder- und Jugendarbeit. Für sportliche Hobbys wie Snowboarding, Zumba oder Motorradfahren wird dann wohl weniger Zeit bleiben. Doch Kindern und Jugendlichen vermitteln zu können, „dass da jemand ist, vor den ich alles bringen kann“, ist für sie nicht nur tröstlich, sondern eine echte Ermutigung.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit mit, von und für Kinder und Jugendliche im Dekanat