"Kirche muss zu den Menschen gehen"

veröffentlicht 19.01.2026, Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

Linus Maurer ist seit dem 1. Januar 2026 der neue Pfarrer in der Gesamtkirchengemeinde Ingelheim für den Seelsorgebezirk der Versöhnungskirchengemeinde und der Gustav-Adolf-Kirchengemeinde.

Seine Begeisterung für seinen Beruf ist ansteckend, wenn er von der Vorfreude auf seine neue Arbeitsstelle erzählt: Linus Maurer ist seit dem 1. Januar 2026 der neue Pfarrer in der Gesamtkirchengemeinde Ingelheim für den Seelsorgebezirk der Versöhnungskirchengemeinde und der Gustav-Adolf-Kirchengemeinde. „Ich freue mich darauf, hier mit so engagierten Ehren- und Hauptamtlichen zusammenzuarbeiten“, erklärt er strahlend. Rheinhessen ist für den 31-Jährigen vertrautes Terrain, denn aufgewachsen ist er in Mainz. „Ich habe das Ruhrgebiet zwar als Student kennen und lieben gelernt, aber hier in Ingelheim lässt es sich auch sehr gut leben und man hat alles, was man braucht“, erklärt der junge Familienvater, der mit Frau und Tochter, bis das Pfarrhaus der Versöhnungskirche fertig renoviert ist, in Frei-Weinheim wohnt. 

Sein Theologiestudium hat Linus Maurer in Bochum und Heidelberg absolviert. Dass er Theologie studiert hat, lag eigentlich nahe, schließlich kommt er aus einem Theologenhaushalt: „Ja, Theologie, das war zuhause schon ein Thema“, erzählt Linus Maurer schmunzelnd, „aber ich hatte zunächst durchaus die Sozialarbeit im Blick, weil ich schon immer gerne mit und für Menschen arbeiten wollte. Aber dann fand ich doch die theologischen Themen sehr spannend, habe mit dem Studium angefangen und mich regelrecht in das Fach verliebt.“ 

Im Lauf seines Studiums erlebte Linus Maurer, dass Theologie den lebendigen Dialog benötigt. In diesem Dialog war und ist es jedoch keineswegs sein Ziel, anderen seinen theologischen Standpunkt überzustülpen, „Wichtig ist mir, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, das verändert auch mich“, erklärt er. Und das nimmt man dem jungen Mann, der auch ein sehr aufmerksamer Zuhörer ist, ohne weiteres ab, hat er doch z. B. in seinem Spezialvikariat bei der Klinikseelsorge am Klinikum Kassel unzählige nicht immer leichte Seelsorge-Gespräche geführt: „Da gab es schwere Momente, in denen ich spürte, wie gut es ist, dass Gott Gespräche begleiten und zu einem guten Ende führen kann.“ 

Schon als Theologiestudent arbeitete er in Essen ehrenamtlich im Gefängnis, hielt hier seinen ersten Gottesdienst und erlebte, wie erfüllend es sein kann, Menschen in schweren Lebensphasen Zeit und Trost zu spenden. Mit Blick auf seine zukünftige Arbeitsstelle im Nachbarschaftsraum „Ingelheim“ bringt der Vater einer fünfjährigen Tochter die Überzeugung mit, „dass Kirche zu den Menschen gehen muss – nicht aus Eigeninteresse, sondern aus Interesse an dem Menschen selbst.“ Um so mehr freut er sich darauf, dass er in einem Verkündigungsteam arbeiten wird und u. a. an dem von der stellvertretenden Dekanin und Tourismuspfarrerin Vanessa Bührmann organisierten Projekt „Einfach heiraten!“ am 26. Juni 2026 mitwirken wird, bei dem Paare sich an und in der Ober-Ingelheimer Burgkirche unkompliziert und ohne langen Vorlauf kirchlich trauen oder segnen lassen können. Linus Maurer ist es wichtig, dass bei dieser Aktion für Paare der Weg erleichtert wird, den Segen entgegenzunehmen. Denn: „Im Segen wird einem bewusst, dass Gott ganz nah bei uns ist und auf uns zugeht.“ 
Am 24. Januar 2026 (14:00) wird Linus Maurer von Pröpstin Henriette Crüwell in der Ingelheimer Versöhnungskirche (Martin-Luther-Straße 6–8) in einem festlichen Gottesdienst zum Pfarrer ordiniert.