Sie hilft Ehrenamtlichen, ihr Potenzial auszuschöpfen

veröffentlicht 13.05.2026, Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

Die Erziehungswissenschaftlerin und Pädagogin Stefanie Diekmann ist neue Referentin für Bildung im Evangelischen Dekanat.

„Ich möchte unseren Ehrenamtlichen Rückenwind geben. Sie fachlich so ausrüsten, damit sie Kirche so gestalten können, damit sie aufblüht“, Stefanie Diekmann, die neue Referentin für Bildung im Evangelischen Dekanat Ingelheim-Oppenheim, hat hier seit März 2026 eine wichtige Aufgabe übernommen. Ihre Bildungs- und Beratungsangebote sollen Ehrenamtlichen Mut machen, sich für die Kirche zu engagieren. 

Unterstützung bei der Entdeckung der eigenen „Veränderungskraft“

In einer Zeit, in der die kirchlichen Strukturen im Wandel sind, ist das besonders wichtig. „Heute“, weiß die erfahrene Pädagogin, „lasse ich mich als Ehrenamtliche/r oftmals auf etwas ein, was nicht klar abgrenzbar ist, weil die Welt heute von allen verlangt, sich stetig neu zu orientieren.“ Ihre Aufgabe als Bildungsreferentin des Dekanats sieht Stefanie Diekmann deshalb auch darin, den ehrenamtlichen Personen zu helfen, das eigene Potenzial auszuschöpfen und zu entdecken, „Ich habe eine Veränderungskraft“.

Viel Erfahrung als Bildungsreferentin und Pädagogin

In puncto Förderung, Entwicklung und Begleitung von Menschen im Ehrenamt hat die studierte Erziehungswissenschaftlerin große Erfahrung. Lange Jahre hat sie als Bildungsreferentin bei unterschiedlichen Institutionen wie z. B. dem Jugendrotkreuz Hessen gearbeitet. An der Seite ihres Mannes, der u. a. in Ingelheim und Göttingen Pastor freikirchlicher Gemeinden war, hat sie Schulungsprogramme für Ehrenamtliche entwickelt und als Landesjugendpflegerin im rheinland-pfälzischen Landesjugendamt z. B. kommunale Jugendclubs beraten. In der Freikirchlichen Friedensgemeinde in Ingelheim hat die Pädagogin ein Jugendkirchenparlament aufgebaut, das bundesweit Schule gemacht hat. Rückblickend erklärt die gebürtige Niedersächsin: „Für mich war es in Ingelheim toll mitzuverfolgen, wie aus den Jugendlichen, die ich betreut habe, selbstbewusste Erwachsene geworden sind, die ehrenamtlich leiten können.“

Ihr Herzensprojekt ist ein Sehnsuchtskurs

Nachdem die Mutter dreier Kinder zusammen mit ihrem Mann in Göttingen eine Kirchengemeinde über sechs Jahre wieder mit neuem Leben erfüllt hat („Das ist ein richtig guter Ort für die Menschen in der Stadt geworden“), ist das Paar wieder nach Rheinhessen zurückgekehrt. Im Dekanat gehört es nun zu den Aufgaben der 53-jährigen, die Mitglieder der neu gebildeten Gesamtkirchenvorstände z. B. zum Thema „Sitzungskultur“ oder „Geistliche Leitung“ zu schulen. Gleichzeitig wird sie aber auch für die Ehrenamtlichen in den Ortsausschüssen ein offenes Ohr haben und dafür sorgen, dass der Blick der Ehrenamtlichen im Dekanat stärker berücksichtigt wird. Und natürlich gehört auch die Vorbereitung der 2027 anstehenden Kirchenvorstandswahl zu den Aufgaben der zugewandten Pädagogin. Ihr Herzensprojekt aber ist das Angebot eines sogenannten Sehnsuchtskurses namens „Luv“, bei dem die Teilnehmenden z. B. der Frage nachgehen können, was sie stärkt. Wen wundert es, dass der Glaube für Stefanie Diekmann ein wichtiges Fundament ihres Lebens ist: „Der Glaube ist für mich ein großes Geschenk, das in mir das Gefühl von Geborgenheit auslöst.“